DESG: “Müssen jetzt so schnell wie möglich handeln”

Der DESG steht vor einem Umbruch © AFP

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) sieht sich trotz des plötzlichen Wegganges von Sportdirektor Robert Bartko und Bundestrainer Jan van Veen weiterhin handlungsfähig. Allerdings müssten jetzt in der schwierigen Lage rasche Lösungen gefunden werden.

“Das ist alles sehr plötzlich über uns hereingebrochen, aber wir verfallen jetzt nicht in Schockstarre”, sagte DESG-Präsidiumsmitglied Hubert Graf dem SID am Montag: “Wir müssen jetzt so schnell wie möglich handeln und in den nächsten Wochen sowohl einen neuen Bundestrainer als auch einen neuen Sportdirektor präsentieren.”

Der Umbruch komme zu einer schwierigen Zeit. Der Verband muss für die weitere Förderung durch den Bund in den nächsten Wochen 151 Fragen zum Potenzialanalyse-System “PotAS” beantworten, außerdem will sich Hauptsponsor DKB etwas zurückziehen.

Bartko, der den Job nach der Pleite des deutschen Eisschnelllaufs bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi Ende 2014 übernommen hatte, stand aber selbst für eine Übergangszeit nicht mehr zur Verfügung. Ende März hört der Bahnrad-Olympiasieger von Sydney 2000 auf. “Er wollte es so”, meinte Graf. Was aus Bartkos bis ins Jahr 2032 Entwicklungskonzept werden soll, ist unklar.

Wie Graf erklärte, habe sich der Weggang von Bartko schon seit einiger Zeit angedeutet. “Es wurde doch klar, dass der Verband und Robert Bartko unterschiedliche Ziele verfolgen”, sagte Graf. Der neue Sportdirektor soll nun nicht nur in den eigenen Reihen gesucht werden. “Wir strecken unsere Fühler in alle Richtungen aus”, sagte Graf.

Wichtig, so Graf weiter, sei jetzt auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der großen Anteil bei der Neuausrichtung nach Sotschi hatte. “Deshalb hat unsere Präsidentin Stefanie Teeuwen auch schon ein längeres Telefonat mit dem DOSB geführt”, sagte Graf.


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