Para-WM: Klug holt drittes Gold – Medaillen für Fleig, Eskau und Recktenwald

Clara Klug (l.) holte zum dritten Mal Gold © AFP

Drittes Rennen, dritter Sieg: Die 24-jährige Clara Klug (München) drückt der nordischen Ski-WM der Behindertensportler weiter ihren Stempel auf. In Prince George/Kanada gewann Klug im Biathlon auch das Rennen der Frauen mit Sehbeeinträchtigung über 12,5 km und machte nach den Erfolgen über 10 und 7,5 km den Gold-Hattrick perfekt.

“Ich dachte, ich muss sterben. Jeder Schritt war ein kleiner Kampf und es hat irgendwann nur noch wehgetan”, sagte Klug, die trotz einer Erkältung triumphierte: “Ich bin zwar krank, aber überglücklich.” Bundestrainer Ralf Rombach schwärmte: “Es ist schon beachtlich, wie sie die WM gemeistert hat.”

Neben Klug blieb auch die 17 Jahre alte WM-Debütantin Johanna Recktenwald (Marpingen) bei den vier Schießeinlagen ohne Fehler – der Lohn war Bronze. Im Wettkampf der Sitzathleten jubelten zudem Martin Fleig (Freiburg) über Silber und Paralympicssiegerin Andrea Eskau (Magdeburg) über Bronze.

“Meine zwei Fehler hätten nicht sein müssen. Ich kann sie mir auch nicht erklären. Aber ich bin natürlich zufrieden. Die Silbermedaille ist geil”, sagte Fleig. Eskau klagte bei Temperaturen von minus 17 Grad über “eiskalte Finger. Aber das Problem hatten ja alle Athleten.”

Insgesamt neun deutsche Teilnehmer kämpfen in Prince George noch bis Sonntag um Medaillen. In den Klassen der “Sitzenden”, “Stehenden” und der “Konkurrenz der Sehbeeinträchtigten” messen sich die Athleten in den Disziplinen Langlauf und Biathlon mit insgesamt 130 Startern aus 20 Nationen.

 


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