BBL-Pokal: Bayern scheitern nach Overtime-Drama im Halbfinale
Alexander Trienitz im Duell mit Justinian Jessup (IMAGO - Alexander Trienitz - IMAGO/SID)
Im Kampf gegen die bösen Geister des Vorjahres ist Bayern München erneut im Halbfinale des deutschen Basketball-Pokals gescheitert. Gegen die BMA365 Bamberg Baskets unterlag der lange Zeit fahrige deutsche Meister in einem Krimi dramatisch 97:103 (83:83, 36:34) in der Verlängerung und muss damit weiter auf den sechsten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte warten.
57 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Münchner von Coach Svetislav Pesic noch mit sechs Punkten zurück, doch retteten sich mit einem starken Schlussspurt in die Overtime. Dort hatten die Bamberger auch dank vier verwandelten Dreiern das bessere Ende für sich. Aufseiten der Bayern war Nenad Dimitrijevic mit 24 Punkten bester Werfer. Ibi Watson-Boye (24) und Cobe Williams (22) glänzten als beste Schützen für die Bamberger.
"Das ist eine harte Niederlage für uns", sagte Dimitrijevic konsterniert am Anschluss bei Dyn. "Im Pokal gibt es keine Favoriten. Wir haben diese Saison in so vielen Partien Charakter gezeigt und kommen auch hier zurück, aber in der Verlängerung hat Bamberg viele schwierige Würfe getroffen, sie hatten zu viele Schlüsselmomente in den Offensiv-Rebounds."
Wer eine klare Sache für den Gastgeber erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zwar brannten die Bayern nach dem überraschenden Halbfinal-Aus im Vorjahr gegen den späteren Titelträger Syntainics MBC merklich auf Wiedergutmachung, doch die Dominanz ging dem Branchenprimus gegen den Underdog vorerst ab, zu fahrig agierten die Bayern am Korb. Die Oberfranken fanden ihrerseits mit ihrem Tempo und Fastbreaks ins Spiel.
Gegen Ende wurde es hektisch: Zwar drehte für den FCBB dann vor allem Welt- und Europameister Andreas Obst mit starken Einzelaktionen auf. Doch im Dreier-Spektakel in der Overtime behielt der Underdog die Oberhand.
Im Finale um den siebten Pokalerfolg seiner Vereinsgeschichte trifft Bamberg am Sonntag (16.30 Uhr/Dyn) auf Alba Berlin. Anders als die Bayern wurde der Rekordpokalsieger (11 Titel) seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang die EWE Baskets Oldenburg am Samstagabend im zweiten Halbfinale souverän mit 98:78 (46:38).
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