DFB untersucht Carros "Blödmann"-Aussage
Carro war wütend nach der Partie am Samstag (IMAGO/Eibner-Pressefoto - Thomas Thienel - IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID)
Die "Blödmann"-Aussage von Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro über Schiedsrichter Tobias Stieler hat ein Nachspiel. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem SID bestätigte, untersucht der Kontrollausschuss des Verbandes den Vorgang vom vergangenen Samstag. Welche Konsequenzen dem Bayer-Boss drohen, ist unklar.
Carro hatte nach dem Remis gegen den FSV Mainz 05 (1:1) in den Katakomben über Stieler und den Video-Assistenten geschimpft. Im Vorfeld des Mainzer Führungstreffers war Leverkusen aus Carros Sicht unberechtigterweise kein Strafstoß zugesprochen worden, nach dem Abpfiff konfrontierte der 61-Jährige den Referee in dessen Kabine. Mehreren Medienberichten zufolge rief er auf dem Weg dorthin: "Wo ist der Stieler, der Blödmann?"
Im Strafraum der Mainzer war Bayer-Angreifer Patrik Schick von Dominik Kohr mit beiden Armen festgehalten und zu Fall gebracht worden (67.). Für ihn sei dies ein "klarer Elfmeter" gewesen, sagte Carro. Stieler habe jedoch von einem "beidseitigen Ringen" gesprochen: "Ich habe ihnen gesagt, dass es für mich ein Elfer war. Du kannst das nicht sehen wahrscheinlich, aber der Video-Assistent hätte eigentlich pfeifen müssen."
Auch Trainer Kasper Hjulmand äußerte sein Unverständnis über die Entscheidung. "Es ist unglaublich. Er schaut nicht auf den Ball. Ich glaube, jeder kann das sehen. Wenn das kein Elfmeter ist, dann muss mir jemand die Regeln erklären", sagte der Däne.
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