Eiskunstlauf-WM: Malinin auf Goldkurs, Gartung im Kür-Finale
Ilia Malinin liegt auf Goldkurs (AFP - ANTONIN THUILLIER - SID)
Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin hat knapp sechs Wochen nach seinem Olympia-Debakel ein eindrucksvolles Comeback auf der Wettkampfbühne gegeben. Bei der WM in Prag zeigte der 21-jährige US-Amerikaner ein leicht verändertes und fehlerfreies Kurzprogramm und legte so den Grundstein für den dritten Titelgewinn nach 2024 und 2025.
Malinin kam auf einen persönlichen Bestwert von 111,29 Punkten und führt vor der Kür am Sonntag deutlich vor dem Franzosen Adam Siao Him Fa (101,85) und Alexander Selevko aus Estland (96,49). Der japanische Olympia-Zweite Yuma Kagiyama (93,80) liegt nach einem Sturz nur auf dem sechsten Platz. Der kasachische Überraschungs-Olympiasieger Michail Schaidorow ist bei der WM nicht am Start.
"Ich bin ohne große Erwartungen nach Prag gekommen. Das Publikum hat mich wahnsinnig unterstützt, ich bin einfach auf das Eis gegangen und bin gelaufen", sagte Malinin: "Am Ende des Programms war ich schon sehr erleichtert. Olympia ist für mich nur noch Vergangenheit, alles, was passiert, hat einen Grund. Nun schaue ich nach vorne."
Malinin war bei seiner mit Spannung erwarteten Rückkehr vom Publikum lautstark gefeiert worden. Der "Vierfach-Gott", der mit kürzerem Haar als noch in Mailand aufs Eis lief, verzichtete auf den frühen Vierfach-Axel, nahm sich so selbst etwas Druck. In der Folge lief der Titelverteidiger ein technisch sauberes und ausdrucksstarkes Kurzprogramm, in dem auch der spektakuläre Rückwärtssalto nicht fehlte.
Der deutsche Meister Genrikh Gartung erreichte als 23. von 24 Läufern das Kür-Finale. Der 18 Jahre alte Vierfachspringer und WM-Debütant kam auf 73,20 Punkte, entscheidend war die gute Kombination aus Vierfach-Flip und Dreifach-Toeloop. "Meine Leistung war in Ordnung, aber nicht perfekt", sagte Gartung, der auch einen Vierfach-Rittberger zeigte: "Ich habe erstmals zwei Vierfachsprünge in einem Kurzprogramm gezeigt. Der Stress war geringer als bei der EM, vielleicht, weil die WM der letzte Wettkampf der Saison ist."
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