Makellos zur EM: DHB-Frauen deklassieren Belgien
Starker Rückhalt: Torhüterin Katharina Filter (picture alliance / dpa - Marco Wolf - picture alliance / dpa/SID)
Deutschlands Handballerinnen haben mit einem Torfeuerwerk eine makellose EM-Qualifikation perfekt gemacht. Die Vizeweltmeisterinnen von Bundestrainer Markus Gaugisch bezwangen Belgien am Sonntag in Hamm mit 45:25 (22:14) und fuhren damit den sechsten Sieg im sechsten Quali-Spiel ein. Die Teilnahme an der EM-Endrunde in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei (3. bis 20. Dezember) hatte bereits vor der Partie festgestanden.
"Gerade in der ersten Halbzeit hätten wir auf beiden Seiten nochmal zwei, drei weniger kassieren können", sagte Gaugisch bei ProSieben MAXX: "Wir haben trotzdem Mut bewiesen und haben, ich weiß gar nicht, wie viele Empty Goals geschossen. Es ist alles okay. Ein bisschen cooler in der ersten Halbzeit, dann wäre es sicherlich noch besser gewesen, aber es macht einfach Spaß hier."
Kapitänin Antje Döll war vier Tage nach dem 35:27 in Nordmazedonien mit sieben Toren die beste Schützin für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Vor 2311 Zuschauern in der ausverkauften Halle überzeugte das deutsche Team mit einer konzentrierten Vorstellung, der Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Deutschland schloss seine Qualifikationsgruppe 3 damit mit 12:0 Punkten ab. "Wir wollten auf jeden Fall die Leute auch begeistern. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen", sagte Spielmacherin Alina Grijseels, die einen perfekten 30. Geburtstag feierte.
DHB-Coach Gaugisch setzte zu Beginn auf seine vermeintlich beste Formation und bot ausschließlich Spielerinnen auf, die im vergangenen Dezember WM-Silber in den Niederlanden geholt hatten. Die DHB-Frauen erarbeiteten sich früh eine komfortable Führung. Auch Torhüterin Katharina Filter, die nach dem Erfolg in Skopje zum deutschen Team gestoßen war, trug sich mit zwei Würfen ins leere belgische Tor doppelt in die Torschützinnenliste ein.
Deutschlands Handballerin des Jahres machte im ersten Abschnitt mit 33 Prozent parierter Bälle zudem defensiv einen guten Job, weshalb der deutsche Vorsprung immer größer wurde. Belgiens Plan, mit einem Sieben-gegen-Sechs Lücken in der deutschen Defensive zu reißen, ging auch nach der Pause nur selten auf.
So erzielte Marie Weiss, die im zweiten Durchgang für Filter zwischen die Pfosten rückte, ebenfalls einen Treffer über das gesamte Feld. Gaugisch nutzte mit zunehmender Spieldauer die Breite seines Kaders und brachte unerfahrene Spielerinnen wie Jana Walther.
Der Blick des deutschen Teams geht nun gen Kattowitz, wo am kommenden Donnerstag die Auslosung der EM-Gruppen stattfindet. Dann wird sich auch entscheiden, wo Deutschland seine EM-Spiele austragen wird.
Immer auf dem Laufenden!
Mit dem SID-Newsletter
kostenfrei abonnieren
Diese Meldung ist ausschließlich zur privaten Information, jegliche Weitergabe sowie kommerzielle oder nicht-kommerzielle Nutzung ist untersagt. Bei Interesse, diese und/oder andere SID-Meldungen in Ihren On- und/oder Offlineprodukten zu nutzen, wenden Sie sich bitte an den SID-Vertrieb (sales@sid.de) zur Klärung der Nutzungsrechte.