24.04.2026

Nächste Pleite für Eta: Union verliert in Leipzig

Eta coachte ihr erstes Auswärtsspiel als Cheftrainerin (picture alliance/DeFodi Images - picture alliance/DeFodi Images/SID)

Zweites Spiel, zweite Pleite: Marie-Louise Eta hat den nächsten Rückschlag als neue Trainerin des Fußball-Bundesligisten Union Berlin kassiert – und könnte mit den Eisernen noch einmal in ernsthafte Abstiegsgefahr geraten. Bei RB Leipzig verloren die letztlich chancenlosen Köpenicker am Freitag verdient mit 1:3 (0:2). Gewinnt die Konkurrenz am Wochenende, könnte Unions Vorsprung auf den Relegationsrang 16 auf drei Punkte schmelzen.

"Man sieht, wo RB Leipzig steht. Sie sind nicht ohne Grund da oben. Wir wussten, was uns erwartet, dass hohe Qualität auf uns zukommt. Wir hatten uns trotzdem viel vorgenommen. Wir sind enttäuscht über das Ergebnis", sagte Eta bei Sky.

Leipzigs Max Finkgräfe (22.), Romulo (25.) und Ridle Baku (63.) sorgten mit ihren Toren für die Berliner Niederlage. Danilho Doekhi (78.) traf für Union. Bei nur noch drei verbleibenden Spielen ist es durchaus möglich, dass Union (32 Punkte) noch einmal ganz unten reinrutscht. Der FC St. Pauli, der aktuell mit 26 Zählern Platz 16 belegt, kann am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Schlusslicht 1. FC Heidenheim verkürzen.

Leipzig kann nach dem fünften Sieg in Serie derweil fast schon sicher mit der Champions-League-Qualifikation planen. Mit 62 Punkten liegt RB auf Rang drei, könnte dem Zweiten Borussia Dortmund (64) im Endspurt aber eventuell noch die Vizemeisterschaft streitig machen.

"Wir wollen unbedingt punkten. Wir fahren nach Leipzig, um da etwas mitzunehmen", hatte Unions Interimstrainerin Eta vor dem Gastspiel bei den Sachsen gesagt. Doch im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg bei ihrem Debüt, als Union sich haufenweise Chancen erspielte und zu wenige nutzte, waren die Berliner zunächst in die Defensive gedrängt.

Leipzig drückte vom Start weg. Als Union-Keeper Frederik Rönnow eine Hereingabe von Yan Diomande abwehrte, köpfte Verteidiger Leopold Querfeld den Ball vor die Füße von Finkgräfe, der von der Strafraumkante einschoss. Drei Minuten später war erneut Querfeld beteiligt, als er nach einem langen Schlag von RB-Keeper Maarten Vandevoordt Stürmer Romulo enteilen ließ. Der Brasilianer spitzelte den Ball am herauseilenden Rönnow vorbei und drückte ihn ins Tor.

Zu allem Überfluss verletzte sich Rönnow wenig später bei einem Abschlag, Ersatzmann Carl Klaus (31.) kam herein – und wurde von den weiterhin anrennenden Leipzigern sofort geprüft. Einen Kopfball von Christoph Baumgartner (34.) lenkte Klaus gerade so noch an die Latte. Dort landete der Ball erneut, nachdem Union-Kapitän Christopher Trimmel (40.) versucht hatte, den Ball nach einem abgefälschten Abschluss von Baumgartner zu klären.

Wie aus dem Nichts bekam Unions Oliver Burke (45.+2) nach einem Leipziger Ballverlust kurz vor der Pause die Chance auf den Ausgleich; im Duell mit Maarten Vandevoordt vertändelte der Schotte jedoch. Unmittelbar nach der Halbzeit kam dann wieder kaum etwas von Union, RB dominierte nach Belieben. Der starke Diomande spielte Baku mit einem traumhaften Pass frei, ehe der Rechtsverteidiger die Partie endgültig entschied. Doekhis Kopfballtreffer nach Ecke kam zu spät.


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