29.04.2026

Matchball um 1.21 Uhr: Zverev im Viertelfinale von Madrid

Zverev auf dem Sand von Madrid (AFP - OSCAR DEL POZO - SID)

Alexander Zverev hat sich in einer Nachtschicht beim ATP-Masters in Madrid ins Viertelfinale gekämpft. Der deutsche Tennisstar setzte sich zu später Stunde in der Runde der letzten 16 gegen den Tschechen Jakub Mensik mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:3 durch, um 1.21 Uhr verwandelte der Weltranglistendritte seinen ersten Matchball mit einem Ass und riss die Arme nach oben.

Auf dem Platz sagte er: "Physisch bin ich immer noch ein bisschen angeschlagen." Es sei "schwierig" gewesen, die Höhe - Madrid liegt fast 700 Meer über dem Meer - sei dem starken Aufschläger Mensik entgegengekommen. "Daher bin ich glücklich über das Match und den Sieg", sagte Zverev.

Im Duell um den Einzug ins Halbfinale trifft er am Donnerstag auf Flavio Cobolli. Der an Position zehn gesetzte Italiener hatte den Hamburger zuletzt beim Turnier in München in der Vorschlussrunde mit einer überragenden Leistung ausgeschaltet. Die beiden Duelle zuvor hatte Zverev gewonnen. "Er ist ein sehr, sehr guter Spieler, gerade in der Form seines Lebens", meinte der Deutsche: "Aber wenn ich gut spiele, finde ich, dass ich auch ein guter Tennisspieler bin. Es wird sicher ein interessantes Match."

Nachdem er in der Runde zuvor gegen den Franzosen Térence Atmane über körperliche Probleme geklagt hatte, wirkte Zverev im ersten Duell mit dem 20-jährigen Mensik - trotz des späten Beginns um 23.03 Uhr. Zverev sicherte sich sofort ein Break, das zum Gewinn des ersten Durchgangs reichte.

Im zweiten Satz entwickelte sich das erwartet schwere Match, der an Position 23 gesetzte Tscheche brachte vor allem seine Aufschlagspiele konsequent durch und agierte auch im Tiebreak offensiver. Im dritten Durchgang lag Zverev zunächst zurück, hatte mit einem Sandkorn im Auge zu kämpfen, holte dann aber beim Stand von 4:3 das entscheidende Break.

In den vergangenen drei Jahren war Zverev in Madrid stets im Achtelfinale gescheitert. 2022 hatte der Hamburger das Finale erreicht, seinen dritten Titel in der Caja Magica nach 2018 und 2021 aber verpasst. In Spanien bereitet sich der Tokio-Olympiasieger auf den Sandplatz-Höhepunkt French Open (24. Mai bis 7. Juni) vor.

In einem möglichen Halbfinale würde Zverev diesmal nicht auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner treffen. Der Italiener gewann bisher alle drei Masters-Turniere, auf dem Weg dahin besiegte er Zverev jeweils in der Vorschlussrunde. In Madrid wäre ein Aufeinandertreffen erst im Finale möglich, nachdem Carlos Alcaraz (Spanien) als Nummer zwei des Rankings seine Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt hatte.


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