Hitziges Duell: Korpatsch jubelt über Drittrundeneinzug
Tamara Korpatsch ist erfolgreich in Paris (picture-alliance/dpa - Frank Molter - picture-alliance/dpa/SID)
Strittige Szenen, viele Diskussionen und kein Handshake - doch Tamara Korpatsch lachte glücklich. Die Hamburgerin hat nach einem 6:2, 2:6, 6:3-Erfolg in einem hitzigen Duell mit der chinesischen Weltranglisten-34. Wang Xinyu erstmals die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht.
"Eigentlich habe ich mich mit ihr total gut verstanden, wir waren keine Feinde oder sowas. Was jetzt passiert ist, keine Ahnung", sagte Korpatsch, die nun auf Elina Switolina trifft, nach dem Match bei Eurosport.
Viele enge Entscheidungen waren im ersten Satz zugunsten von Korpatsch ausgefallen, was ihre angeschlagen wirkende Kontrahentin wurmte. Beim Stand von 5:2 für Korpatsch verlor Wang dann ein Stück weit die Nerven und kontrollierte einen Abdruck auf der Spielhälfte der Deutschen - was nicht erlaubt ist und ihr prompt eine Verwarnung einbrachte. Laut TV-Sender Eurosport zeigte das Hawk-Eye-System, dass der Ball im Aus war.
"Das kann sie sich ja anschauen und sich bei mir entschuldigen", sagte Korpatsch, die auf Platz 7 der Anlage von Roland Garros erneut mit einer Sonnenbrille spielte. Sie ließ sich auch von Wangs Manövern nicht aus dem Rhythmus bringen, sicherte sich den ersten Satz und blieb auch im entscheidenden Satz nervenstark.
In Eva Lys will eine weitere Hoffnungsträgerin im Fraueneinzel am Mittwochabend folgen, die 24-Jährige trifft auf die erfahrene Rumänin Sorana Cirstea. In der ersten Runde waren bereits Laura Siegemund, Tatjana Maria und Ella Seidel ausgeschieden.
Korpatsch jubelt dagegen über ihren Erfolg und schrieb danach fleißig Autogramme. Die Weltranglisten-95., die von ihrem Vater trainiert wird, hat sich ihre Karriere im Familienkreis aufgebaut. "Es war ein sehr harter Weg für uns. Wir haben damals im Auto geschlafen, gezeltet", sagte sie zuletzt in Paris: "Wir haben wirklich keine Hilfe bekommen von irgendwem, keine Wildcards und einfach keine Unterstützung."
Vom Deutschen Tennis Bund (DTB) fühlt sie sich insgesamt über die Zeit ihrer Karriere wenig beachtet. Korpatsch betonte allerdings, dass sie die Berufung von Torben Beltz zum Bundestrainer gut finde. Beltz saß auch bei ihrem Duell mit Wang auf der Tribüne und fieberte mit.
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