07.06.2026

Ironman-EM: Philipp Zweite in Hamburg

Laura Philipp vor der Kulisse der Binnenalster (picture-alliance/WITTERS GmbH - FrankPeters - picture-alliance/WITTERS GmbH/SID)

Triathletin Laura Philipp hat bei der Ironman-EM in Hamburg trotz einer starken Aufholjagd die erfolgreiche Titelverteidigung verpasst. Die 39-Jährige aus Heidelberg, die in der Vorbereitung mit gesundheitlichen Problemen gekämpft hatte, belegte beim Sieg der Weltmeisterin Solveig Lövseth aus Norwegen mit 1:18 Minuten Rückstand den zweiten Platz und erreichte damit frühzeitig ein wichtiges Ziel: In Hamburg wurden sechs Startplätze für den Saisonhöhepunkt, die Ironman-WM am 10. Oktober auf Hawaii, vergeben.

Philipp war während ihres Höhentrainingslagers im April von starken Bauch- und Rückenschmerzen betroffen und lag zeitweise im Krankenhaus. Umso höher ist ihr Abschneiden in der Hansestadt zu bewerten, wo sie nach 3,8 km Schwimmen in der Alster und 180 km Radfahren bei teils starkem Regen als Siebte mit fast neun Minuten Rückstand in den abschließenden Marathon gegangen war.

"Es war sehr hart da draußen, ich bin fast vom Fahrrad gefallen", sagte sie im Ziel: "Aber ich habe mein Bestes gegeben. Die Atmosphäre war großartig. Ich glaube, dass mir das Selbstvertrauen geben wird."

Das Rennen mit Start an der Binnenalster und Ziel auf dem Radhausmarkt war lange geprägt von der Französin Marjolaine Pierré, die auf dem Rad das Tempo diktierte und als Führende auf die Laufstrecke wechselte. Hier allerdings machte Lövseth gleich Tempo und überholte Pierré nach weniger als vier Kilometern. In der Folge kontrollierte die 26-Jährige aus Trondheim das Rennen.

Dahinter machte Philipp bei nun wieder trockenen Bedingungen Sekunde um Sekunde auf die Vorauslaufenden gut. Dennoch rückte der dritte Hamburg-Triumph nach 2022 und 2025 für sie nicht mehr in Reichweite. Weiter geht es für Philipp bereits am 5. Juli mit dem Start bei der prestigeträchtigen Challenge Roth.

Reibungslos verlief die Veranstaltung in Hamburg mit rund 3000 Amateur-Startern allerdings nicht. Nach Angaben der Polizei erlitten mehr als 50 Teilnehmende Raddefekte durch womöglich bewusst verstreute Metallsplitter. Es kam dabei auch zu Verletzungen.


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