10.06.2026

Nordisch-WM 2031: FIS vertagt Oberstdorf-Entscheidung

Oberstdorf muss warten (picture alliance / imageBROKER - Harry Laub, Harry Laub - picture alliance / imageBROKER/SID)

Erst ließ die FIS fast zwei Stunden auf sich warten - dann wurde keine Entscheidung verkündet: Bei der Frage, ob die Nordische Ski-WM 2031 nach Oberstdorf geht oder nach Planica in Slowenien, müssen sich beide Bewerber gedulden, denn der erste Tag des Kongresses des Internationalen Skiverbandes FIS in Serbiens Hauptstadt Belgrad endete mit einer Farce.

"Meine Damen und Herren, ich hatte gehofft, den heutigen Abend mit der Bekanntgabe der Austragungsorte der Nordischen Weltmeisterschaften 2031 abschließen zu können. Die Ratssitzungen, die zu dieser Verzögerung geführt haben, dauern jedoch an, und wir konnten noch keine endgültige Entscheidung treffen", sagte Nick Fellows, der Direktor von FIS TV, auf der Bühne, während im Publikum Gemurmel und Unmutsbekundungen einsetzten.

"Diese Entscheidung wird in den nächsten Ratssitzungen fallen. Ich bitte daher um Entschuldigung, dass wir nicht so weit waren", führte Fellows im Beisein des umstrittenen FIS-Präsidenten Johan Eliasch nebulös aus. Die Skiflug-WM 2030 ging derweil turnusmäßig an Vikersund (Norwegen).

"Wir akzeptieren die Entscheidung, auch wenn sie bei uns auf großes Unverständnis stößt", teilte der Deutsche Skiverband (DSV) mit: "Aus unserer Sicht waren die Voraussetzungen für eine Vergabe gegeben. Deshalb fällt es schwer nachzuvollziehen, warum trotz überzeugender Konzepte und der notwendigen Planungssicherheit für alle Beteiligten heute keine Klarheit geschaffen wurde."

Weiter hieß es: "Wenn andere Faktoren am Ende stärker gewichtet werden als die Qualität einer Bewerbung, dann sollte dies offen und transparent kommuniziert werden. Genau das erwarten wir für die weiteren Schritte."

Die wichtigste Entscheidung in Belgrad fällt am Donnerstag, wenn der neue FIS-Präsident gewählt wird. Vor allem die großen Wintersportnationen, darunter auch Deutschland, wollen eine Wiederwahl von Eliasch verhindern.

Eliasch ist schwedischer und britischer Staatsbürger. Weil ihm beide Heimatländer die notwendige Unterstützung als Weltski-Boss entzogen haben, nahm der 64-Jährige kurzerhand die georgische Staatsbürgerschaft und Nominierung an.


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