18.06.2026

American Dreams: Das geschah in der deutschen Nacht

Luis Díaz bejubelt sein Tor (AFP - Rodrigo Oropeza - SID)

LAST MINUTE: 19 Grad in Toronto, Regen - und dann trotzdem zweimal drei Minuten Pause zum Abkühlen: Dem Publikum in Toronto missfiel die Anordnung der FIFA hörbar - es buhte. So richtig in Wallung gerieten die Fans aber erst in der fünften Minute der Nachspielzeit der bis dahin eher faden Begegnung zwischen Ghana und Panama: Caleb Yirenkyi vom dänischen Superliga-Klub FC Nordsjaelland traf für Ghana zum Endstand von 1:0 (0:0). Kurz vor dem Abpfiff dann nochmal Aufregung und massive Rudelbildung vor dem Tor der Ghanaer. Schiedsrichter Glenn Nyberg blieb skandinavisch gelassen - nur Carlos Harvey aus Panama sah nach dem rüden Geschubse Gelb.

LAST MATCH: Letztes Spiel des ersten Spieltags, das 24. von 104 Spielen bei dieser Monster-WM. Und endlich der Einstand von Neuling Usbekistan. Die Mannschaft von Trainer Fabio Cannavaro, 2006 in Deutschland Weltmeister mit den Italienern, hielt sich wacker, der 22 Jahre alte Abbosbek Fajsullajew traf sogar zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Aber Kolumbien hat ja Luis Díaz: Der Angreifer des FC Bayern erzielte beim 3:1 (1:0) gegen die "Weißen Wölfe" das vorentscheidende Tor zum 2:1.

LATEST NEWS: Eine späte, aber gute Nachricht für Kanada. Im zweiten WM-Gruppenspiel in der deutschen Nacht zum Freitag deutscher Zeit ((0.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Katar wird Alphonso Davies wieder im Kader stehen - wenigstens das. Der Abwehrspieler des FC Bayern sei "wieder verfügbar, er ist bereit", sagte Nationaltrainer Jesse Marsch. Von Beginn an spielen ist freilich nicht drin: "Wir werden sehen, wie das Spiel läuft", erklärte Marsch, "und dann entscheiden, wie wir ihn einsetzen."

LASST DAS!: Thomas Tuchel war not amused. Und das machte er nach dem amüsanten 4:2 (2:2) der Engländer gegen Kroatien auch sehr deutlich: "Ich bitte die FIFA inständig, die Position der Fotografen während der Nationalhymne zu ändern", sagte der deutsche Trainer der Three Lions, der sich bei seiner WM-Premiere um einen denkwürdigen Augenblick gebracht fühlte: "Es war heute ein ganz, ganz besonderer Moment. Aber ich stand einen halben Meter vor einer Wand aus 50 Fotografen und konnte keinen einzigen meiner Spieler sehen. Das hat mir das Erlebnis ein wenig verdorben."


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