"Bin kein Favorit": Zverev übt sich in Zurückhaltung
Zverev steht in der dritten Runde (AFP - KIRILL KUDRYAVTSEV - SID)
Alexander Zverev winkte sofort ab. "Ich bin kein Favorit. Was für ein Favorit?", fragte der Hamburger bei Prime Video nach seinem souveränen Sieg gegen den Franzosen Valentin Royer und dem damit verbundenen Einzug in die dritte Runde von Wimbledon: "Ich bin in meinen Augen vielleicht der dritte auf der Liste." Hinter dem "haushohen Favoriten" Jannik Sinner. Und Novak Djokovic. "Weil er das Ding halt schon 87 Mal gewonnen hat", ergänzte Zverev: "Und dann komme vielleicht ich."
Trotz seines Erfolges bei den French Open und den gelungenen ersten Schritten auf seinem ungeliebten Belag übt sich Zverev beim Rasenklassiker in Zurückhaltung. "Ich habe in meiner Karriere einmal gegen einen Top-Ten-Spieler hier gespielt. Das war's", sagte Zverev: "Danach habe ich immer gegen jemanden verloren, der nicht in den Top Ten stand."
Und so will Zverev keine Vergleiche zu seinem ersten Grand-Slam-Sieg ziehen. "Auf Sand und in Paris weiß ich, dass ich einer der Favoriten bin. Und ich weiß auch, dass ich nach Sinner der Favorit war in dem Turnier", sagte der 29-Jährige. In Londoner Südwesten könne er aber "nicht dasselbe sagen".
Nach dem glatten 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) gegen Royer, bei dem Zverev lange Zeit klar dominiert hatte, sieht er sich aber auf dem richtigen Weg. "Wenn ich gut spiele und so performe wie heute, dann kann ich meine Matches gewinnen, dann kann ich auch gegen jeden gewinnen. Das weiß ich", sagte Zverev, der nun auf den US-Amerikaner Marcos Giron trifft. Doch die Situation sei "eine andere" als noch vor wenigen Wochen in der französischen Hauptstadt. "Zu hundert Prozent."
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